(Pierre Baron de Coubertin)
"Teilnehmen ist wichtiger

als siegen."

(Pierre Baron de Coubertin)

(Wilhelm Busch)
"Ausdauer wird früher oder später belohnt –

meistens aber später."

(Wilhelm Busch)

(Pelé)
"Je schwieriger ein Sieg,

desto größer die Freude am Gewinnen."

(Pelé)

Der organisierte Sport im Kreis Herford engagiert sich im Projekt „Haltung zeigen! Gegen Diskriminierung im Sport“

Ob Gewalt gegen Schiedsrichter, rassistische Beleidigungen oder Spielabbrüche aufgrund von Massenschlägereien – ein absoluter Großteil der sportlichen Wettkämpfe verläuft friedlich und fair, aber dennoch steht der Amateursport regelmäßig aufgrund derartiger Meldungen in den Schlagzeilen. Gerade im Fußball eskalieren die Ereignisse auf dem Platz hin und wieder, auch in Ostwestfalen. Das letzte prominente Beispiel sind die Fußballer der ersten Herrenmannschaft der TuS Holzhausen/Porta, die mit "Sieg Heil"-Rufen auffielen.

Der organisierte Sport im Kreis Herford stellt sich derartigen Vorfällen mit seinem Projekt "Haltung zeigen! Gegen Diskriminierung im Sport" entgegen. Ziel des Projekts ist es, Sportvereine und seine Sportlerinnen und Sportler für solche Vorfälle zu sensibilisieren und klar zu machen, dass sich der Sport gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt positioniert.

Zu diesem Zweck wurde ein Workshop in Herford veranstaltet, an dem 32 jugendliche Fußballerinnen und Fußballer teilnahmen. Sie diskutierten über Rassismus, Homophobie und weitere Formen von Diskriminierung. Es wurden Lösungswege erarbeitet, wie man auf ausgrenzendes und gewalttätiges Verhalten beim Sport reagieren kann. Anschließend waren die Fußballerinnen und Fußballer kreativ und gestalteten im Marta-Atelier unter Anleitung von Kunst- und Designexperten künstlerische Vorlagen zu dem Thema.

Die daraus entstandenen Plakate werden allen Sportvereinen und sonstigen Institutionen kostenfrei zur Verfügung gestellt, damit die Ergebnisse des Workshops auch in den Vereinen ankommen. "Ausgrenzung hat im Sport nichts verloren. Wir möchten allen Sportvereinen im Kreis Herford die Chance geben, Haltung zu zeigen und gegen jede Form von Hass und Gewalt Position zu beziehen. Je mehr Vereine mitmachen, desto stärker ist das Signal, das vom Herforder Sport an die Öffentlichkeit ausgeht", sagt Dennis Heymann vom Kreissportbund Herford. Auch Landrat Jürgen Müller, der selbst Vorsitzender eines Sportvereins ist, unterstützt das Projekt. Die Plakate können z. B. in der Kabine und im Vereinsheim angebracht werden.

Das vom Kreissportbund, Fußballkreis Herford und Stadtsportverband Herford ins Leben gerufene Projekt wird vom Programm "Demokratie leben" des Bundesministeriums finanziell unterstützt. Wer Interesse an den Plakaten hat und sich vielleicht auch darüber hinaus engagieren möchte, kann sich beim Kreissportbund melden.

Foto v.l.: Nils Wörmann (KSB Herford), Landrat Jürgen Müller, Julian Schütz (SSV Herford), Markus Bierbaum (FLVW Herford) und Dennis Heymann (KSB Herford). Foto©: Petra Scholz, Kreis Herford.